Die Vorstellung einer Abformung ruft bei den meisten Patienten ein Schaudern hervor. Für die Herstellung von Zahnersatz braucht der Zahntechniker einen präzisen Abdruck.
Hierzu formt der Zahnarzt mit einer gewöhnlich unangenehm schmeckenden Abdruckmasse die Zähne ab, wobei dies beim Patienten oft zu Erstickungsangst und Würgereflexen führt. Zudem ist der klassische Abdruck immer fehlerbehaftet.
Dies gehört in der modernen Zahnmedizin der Vergangenheit an. Seit Juli 2009 arbeitet unsere Praxis als bundesweit einer der ersten mit dem Lava Chairside Oral Scanner (C.O.S.). Mittels eines schmalen Handstückes, bestehend aus 192 LEDs, 22 optischen Linsen und 3 CCD-Sensoren werden 3D-Daten von Ihren Zähnen erstellt.
Durch die 3D-in-Motion Technik werden die 3D-Daten in Videosequenzen überführt und als Echtzeitmodell auf dem Touchscreen dargestellt. Während des Scanvorgangs verarbeitet das System enorme Mengen an optischen Daten, so werden bei einem 120 Sekunden dauernden Scanvorgang 24 Mio. Datenpunkte erfasst.
Die digitale Abformung gilt als besonders präzise, sicher und hygienisch. Fehlerquellen minimieren sich (keine Schrumpfung des Abdruckes, keine Expansion des Gipses). Patienten erhalten neben einer angenehmeren Behandlung einen sehr hochwertigen und passgenauen Zahnersatz, ohne die Nachteile der klassischen Abformung.
Veröffentlichung in der Zeitschrift DDN zum Thema digitale Abformung von Dr. Niesel.